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Urlaub in der Steiermark
Die Steiermark war vor fast 1000 Jahren der Ausgangspunkt für die Gründung des Bundesstaates Österreich. Heute bildet sie seit der letzten EU-Erweiterung 2007 aus einem geographischen Blickwinkel das Zentrum der Europäischen Union. Das „Herzstück“ der EU hat auch als Urlaubsland so einiges zu bieten…
Steiermark - Hochalpine Gletscherregionen und Wintersportgebiete
Die acht „Murtaler Schiberge“ (nämlich die Turracher Höhe, der Kreischberg, das Lachtal, Grebenzen, Hohentauern, die Frauenalpe, Präbichl und Gaal) überzeugen als Schigebiet mit garantierter Pistenqualität und – nicht zuletzt dank modernster Technik – genügend Schnee.
Kleinere Schigebiete finden sich auch in der nördlichen Steiermark – an der Grenze zu Oberösterreich. Kaiserau oder das Hochkargebiet haben sich als Wintersportzentren etabliert. Spezielle Angebote in dieser Alpenregion sind Husky-Hundeschlittenfahr-Kurse oder die Möglichkeit eines echten Iglubaus inklusive anschließender Übernachtung darin.
Die Ramsau am Dachstein ist als Langlaufparadies bekannt. Das 220km lange Loipennetz lässt die Herzen der Ausdauersportler höher schlagen. Wer es gemütlicher angeht, beginnt den Urlaub mit einer Pferdeschlittenfahrt durch den verschneiten Winterwald.
Der Dachstein eignet sich nicht nur für alpine Schneevergnügen, sondern ist im Sommer auch eine hervorragende Wanderregion. Touristen zieht vor allem die Aussichtsplattform „Dachstein Sky Walk“ an.
Am Kulm in der Weststeiermark befindet sich die größte Schiflugschanze der Welt, die fast jährlich Austragungsort von internationalen Schiflugwettkämpfen ist. In Schladming findet überhaupt eines der größten Wintersportereignisse Österreichs statt: der Schi-Weltcup-Nachtslalom der Herren – stets begleitet von einer riesigen Party.
Die Steiermark als Land des Wassers
Fließende Gewässer
Die Hochsteiermark im Nordosten gilt als die „Wasserregion“. Die zahlreichen Flüsse und die sich durch das Grün der Landschaft schlängelnden Bäche laden zu Wildwasserrafting-Touren und Kajakfahrten ein, die in eigenen Sportzentren für Abenteuerlustige und Wagemutige angeboten werden – zugeschnitten auf den jeweiligen Erfahrungslevel.
Heiße Quellen - Thermen Steiermark
Wasser steht aber auch im Zentrum des Interesses in der Region südöstlich von Graz, im steirischen Thermenland. Die heißen Quellen in den Thermen rund um Bad Gleichenberg, Bad Blumau oder Loipersdorf bieten beste Erholungsmöglichkeiten.
Seen
In der Oststeiermark badet man im Stubenbergsee, einem der wärmsten Badeseen Österreichs. Im Salzkammergut sind als Urlaubsdestinationen der Grundlsee und der Altausseer See im Ausseerland äußerst beliebt. Der glasklare, angenehm temperierte Grundlsee bietet eine wunderschöne Kulisse für das sommerliche Schwimmvergnügen. Ein weiterer Alpensee ist der Toplitzsee, der lange Zeit vor allem Schatzsucher in seinen Bann zog. Heute unternehmen Touristen dort am liebsten Tauchexkursionen oder Schifffahrten.
Das „Apfelland“
Die Oststeiermark wird auch als „Apfelland“ bezeichnet. Apfel- und Weingärten, die teilweise als „Schaugärten“ Besuchern zugänglich sind, säumen die Straßen, wobei es eigene „Themenstraßen“ gibt.
Graz
Die steirische Hauptstadt Graz ist perfekt konzipiert für einen Wochenendtrip. Neben kulinarischen Stadtrundgängen werden hier unterschiedliche kulturelle Aktivitäten angeboten. Graz war europäische Kulturhauptstadt 2003. Architektonisch ist das Grazer Stadtbild von den Gegensätze geprägt. Mittelalterliche Bauten finden sich neben gänzlich modernen Bauwerken im Stil des Futurismus. In den engen Gassen der Altstadt entdeckt man exklusive Boutiquen, an den Ecken und kleinen Plätzen kann man das bunte Treiben der Bauernmärkte beobachten. Ein Sightseeing-must ist das Wahrzeichen der Stadt: der Grazer Uhrturm auf dem Schloßberg. Über Graz führt auch der Murradweg ins steierische Weinland. Wer die sportliche Betätigung also liebt, sollte nicht zögern, die Landschaft von St. Michael bis Bad Radkersburg per Fahrrad zu erkunden.
Stifte, Klöster und Museen in der Steiermark
Besichtigen sollte man in der Steiermark jedenfalls das Benediktinerstift Admont, das ein Museum und die größte Klosterbibliothek der Welt beherbergt. Das Stift Rein bei Gratwein gilt als das älteste Zisterzienserstift der Welt. Historische Bauwerke des Alpenraumes werden im Freilichtmuseum Stübing bei Graz gezeigt. Es lohnt sich auch ein Abstecher in das südoststeirische Riegersburg zur Besichtigung der Zotter Schokoladen-Fabrik.
Kulturelle Tradition
Brauchtum und einheimische Kultur haben für die Steirer große Bedeutung. Kulturelle Veranstaltungen spiegeln die traditionsbewusste Lebensart der Bevölkerung wider. Ein typisches diese Lebensweise demonstrierendes Fest, das alljährlich im Juni stattfindet, ist das Narzissenfest in Bad Aussee und am Grundlsee. Das Fest der Blumen gilt darüber hinaus als Schaulaufen der schönsten Trachtenmoden. Das Ausseerland kennt man schließlich auch unter dem Synonym „Trachteninsel Österreichs“.
Kulinarik
Die Steirer legen großen Wert auf ihre kulinarischen Traditionen und die Steiermark wird wohl nicht zu Unrecht als „Feinkostladen“ Österreichs bezeichnet. Zu den wertvollsten landestypischen Produkten gehört sicher das nicht zu verkennende steirische Kürbiskernöl, das auch unter dem Namen „grünes Gold“ bekannt geworden ist. Außerdem haben die Steirer eine ausgeprägte Vorliebe für dunkles Wildfleisch („Wildbret“). Nicht selten findet man neben dem speziellen Almochsen-Rindfleisch und dem Ausseer Saibling auch Gemsenfleisch auf der traditionellen Speisekarte. Dazu sollte man den – ebenfalls typischen – Steirer Krauthäupelsalat bestellen. Die Gastronomen sind überdies als ausgezeichnete Gastgeber bekannt. Für werden Ausflüge in die beliebtesten Genuss Regionen sowie Gourmet-Reisen organisiert.

