Von Schuhen bis Rucksack: Die wichtigsten Essentials fürs Wandern

Von Schuhen bis Rucksack: Die wichtigsten Essentials fürs Wandern
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Wandern hält fit und bietet die Möglichkeit, Sonne zu tanken und viel in der Natur zu entdecken. Nicht immer müssen es die höchsten Berge in den Alpen sein (Die schönsten Orte zum Wandern in den Alpen). Auch die Mittelgebirge oder das flache Land bieten Gelegenheiten für ausgedehnte Wanderungen. Damit die Freude dabei nicht getrübt wird, kommt es auf die richtige Ausrüstung an.
Was für die Wanderung benötigt wird, hängt von der Dauer, aber auch vom Wandergebiet und von der Witterung ab. Dieser Artikel informiert darüber, welche Grundausstattung erforderlich ist.

Die richtige Kleidung

Da sich das Wetter schnell ändern kann, sollte die Kleidung mehrschichtig und funktionell sein. Funktionskleidung nach dem Zwiebelprinzip leitet den Schweiß vom Körper weg und verhindert das Auskühlen. Die Kleidung sollte möglichst eng am Körper anliegen.

Als unterste Schicht wird Funktionsunterwäsche getragen.

Die nächste Schicht bildet ein Funktionsshirt, das aus Polyester oder Merinowolle bestehen sollte, damit es schnell trocknet. Für eine gute Isolation ist eine leichte Fleecejacke geeignet.

Outdoorjacken gibt es in einer riesigen Auswahl. Sie schützen vor Kälte, Wind und Regen. Hardshelljacken, aber auch Softshelljacken sind geeignet. Softshelljacken sind atmungsaktiver, während Hardshelljacken den besten Regenschutz bieten.

Ist es kalt, kann unter der Wanderhose eine wärmende Funktionsunterhose getragen werden. Eine Wanderhose ist besser geeignet als eine Jeans, da sie wasser- und schmutzabweisend und atmungsaktiv ist. Das weiche Material verursacht keine schmerzhafte Reibung. Zip-Off-Hosen haben oberhalb des Knies einen Reißverschluss. So lässt sich der untere Teil des Hosenbeins abtrennen.

Wandersocken aus funktionalen Materialien verhindern Blasenbildung und schaffen ein angenehmes Klima im Schuh. Zusätzlich sollten ein Multifunktionsschal oder ein Tuch sowie eine Mütze oder ein Stirnband nicht fehlen.

Die richtige Kleidung fürs Wandern
Da sich das Wetter schnell ändern kann, sollte die Kleidung mehrschichtig und funktionell sein | Bild: © DusanJelicic #1539177805 stock.adobe.com

Die richtigen Wanderschuhe

Beim Wandern wird den Schuhen einiges abverlangt. Welche Wanderschuhe gewählt werden, hängt vom Gelände ab. Leichte Schuhe eignen sich für flaches Gelände und kürzere Strecken. Trekkingschuhe sind für unwegsames Gelände und längere Touren mit schwerem Gepäck geeignet. (Was ist der Unterschied zwischen Trekking und Wandern?)

Hochgebirgsschuhe mit einem tiefen Profil bieten bei Bergtouren den besten Halt.

Die Schuhe sollten über ein starkes Profil verfügen. Wanderschuhe mit einem hohen Schaft, der über den Knöchel reicht, verhindern das Umknicken. Die Schuhe sollten wasserdicht und atmungsaktiv sein.

Trinkflasche für genügend Flüssigkeit

Beim Wandern ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um eine Dehydration zu verhindern. Die Trinkflasche darf daher nicht fehlen. Isolierflaschen eignen sich am besten, da sie das Getränk über viele Stunden heiß oder kalt halten. Das Fassungsvermögen sollte mindestens einen Liter betragen.

Isolierflaschen eignen sich am besten
Isolierflaschen eignen sich am besten, da sie das Getränk über viele Stunden heiß oder kalt halten | Bild: © Bliss #1705358736 stock.adobe.com

Erste-Hilfe-Set für den Notfall

Ein Erste-Hilfe-Set gehört immer in den Wanderrucksack, denn Verletzungen sind niemals auszuschließen. Das können Blasen und kleine Wunden, aber auch schwerwiegendere Verletzungen sein.

Im Erste-Hilfe-Set sollten sich Pflaster, Wundschnellverbände, Kompressen und eine Schere befinden.

Das Erste-Hilfe-Set kann im Rucksack verstaut, aber auch mit einem Karabinerhaken am Rucksack befestigt werden. Zusätzlich ist eine Rettungsdecke sinnvoll.

An die Navigation denken

Ein Smartphone mit den geeigneten Apps und GPS ist ein wichtiger Begleiter auf Wanderungen und auch wichtig für den Notfall. Mit GPS hilft es bei der Orientierung und kann mit Hilfe von Satelliten den genauen Standort bestimmen. Ist auf dem Handy kein GPS vorhanden, kann zusätzlich ein GPS-Gerät genutzt werden. Es hilft bei der Navigation und dient als digitale Karte.

Ein gutes Netz ist in höheren Lagen nicht immer garantiert. Daher sollte auch ein Kompass eingepackt werden. Ein Wanderführer mit Kartenmaterial informiert über die Region mit Aussichtspunkten, Hütten und Sehenswürdigkeiten und hilft bei der Orientierung.

An die Navigation denken
Ein Smartphone mit den geeigneten Apps und und auch wichtig für den Notfall | Bild: © Suzi Media #1916292508 stock.adobe.com

Wanderrucksack als wichtiger Begleiter

Da die Hände beim Wandern frei sein sollten, ist ein Rucksack am besten geeignet, um Trinkflasche, Proviant, Kleidung und andere wichtige Dinge zu verstauen. Ein spezieller Wanderrucksack schont Nacken, Schultern und Rücken, da er das Gewicht gleichmäßig verteilt.

Der Wanderrucksack verfügt über einen Hüftgurt für einen angenehmen Sitz. Um übermäßiges Schwitzen zu verhindern, ist die Rückenpartie belüftet.

Welcher Rucksack gewählt wird, hängt von der Dauer der Tour ab. Ein Tagesrucksack sollte ein Fassungsvermögen von 20 Litern haben. Für längere Touren eignet sich ein Tourenrucksack mit einem Fassungsvermögen von mindestens 50 Litern.

Was sonst noch benötigt wird

Wanderstöcke sind kein Muss, doch sie eignen sich in unwegsamem Gelände und bieten mehr Trittsicherheit. Menschen mit Gelenkproblemen können damit ihre Gelenke entlasten. Die Wanderstöcke sollten passend zur Körpergröße eingestellt werden.

Für eine mehrtägige Tour werden ein Schlafsack und eine Isomatte benötigt. Der Schlafsack muss in seiner Wärmeleistung abhängig von der Temperatur im Gebiet gewählt werden. Zusätzlich wird für mehrtägige Touren ein Zelt benötigt.
Ein Sitzkissen ist sinnvoll für die Pause zwischendurch. Ein faltbares Sitzkissen eignet sich für steinigen Untergrund und schützt vor Kälte und Feuchtigkeit.

Zum Schutz vor Sonnenbrand gehört Sonnenschutz mit dem passenden Lichtschutzfaktor ins Wandergepäck. Die UV-Strahlung ist umso intensiver, je höher das Gebiet ist. Auch wenn die Sonne nicht so intensiv scheint, sollte an Sonnenschutz gedacht werden. Zusätzlich ist eine Sonnenbrille mit UV-Schutz sinnvoll.

Für ausgedehnte Touren und schlechte Sicht sowie für Wanderungen in den Morgen- oder Abendstunden sollte eine Stirnlampe genutzt werden.
In einer Proviantbox wird die Verpflegung wie Müsliriegel, Obst, Trockenfrüchte oder Brote aufbewahrt. Die Dose muss auslaufsicher sein.